Shabushabu
Shabushabu ist ein japanisches Fleisch-Fondue. Erstklassiges Rindfleisch wird in zeitungs-dünne Streifen geschnitten und anschließend für Sekunden in heiße Brühe getaucht. Eine Spezialdip aus Sesam- oder Ponzu-Soja-Soße (Sojasoße mit Limetten Saft) verleiht dem Fleisch einen exotischen Geschmack. Außer Rindfleisch werden auch Zwiebeln, Chinakohl, Tofu, Pilze, Möhren und Nudeln in der Brühe gegart.
Shabushabu ist sehr beliebt in Japan, hat jedoch seinen Ursprung in China. Dschingis Khan soll einen ähnlichen Topf verwendet haben, während er seine Karawanen durch das Hochland der Mongolei führte. In der Mitte des Topfes befindet sich eine Öffnung, durch die Kohlen eingeführt und aufgeschichtet werden. In einigen Restaurants wird auch heute noch Holzkohle eingesetzt, aber häufiger sind doch Gasbrenner.
In dem Topf am Tisch wird die Dashi-Brühe zum Kochen gebracht. Das eigens für die Verwendung in Shabushabu geschnittene Rindfleisch wird kurz durch die kochende Brühe gezogen und anschließend in die Dipsaucen getaucht. Der Name „Shabushabu" soll vom Geräusch kommen, das entsteht, wenn das Rindfleisch durch die Brühe gezogen wird. Nur hochwertigstes Rindfleisch wird für dieses Gericht verwendet, so daß es zur gehobeneren Küche zählt. Außerdem wird das Fleisch in papierdünne Streifen geschnitten; es ist also eine beträchtliche Menge nötig, um einem herzhaften Appetit gerecht zu werden. Da das Rindfleisch in Japan sehr teuer ist, können sich die meisten Japaner Shabushabu nur sehr selten leisten.
Neben Rindfleisch bestehen die Zutaten für dieses Gericht aus langen Zwiebeln, Chinakohl, Tofu, Pilzen, Karotten und Nudeln aus Pfeilwurz – praktisch dieselben Zutaten, wie sie für andere Nabe-Gerichte verwendet werden.
Sie essen Shabushabu, indem Sie jeweils eine Scheibe Rindfleisch in die Dashi-Brühe tauchen und sie für einige Sekunden darin schwenken. Anschließend dippen Sie das Rindfleisch in eine Sesamsauce oder Ponzu-Sojasauce, eine Mischung aus Sojasauce und Limonensaft. Zum Würzen werden beispielsweise junge Frühlingszwiebeln und gewürzter, geriebener Daikon-Rettich, die Sie nach Belieben in die Saucen geben können, gereicht. Nachdem einige Fleischstücke in der Brühe gegart worden sind, wird etwas Schaum auf der Oberfläche der Brühe erscheinen; dieser sollte von Zeit zu Zeit mit einem speziellen Löffel abgeschöpft werden. Nach dem Fleisch garen Sie das Gemüse, wobei Sie mit dem härteren Gemüse beginnen sollten. Es wird direkt aus dem Topf gegessen, sobald es gar ist. Zum Schluß können Sie nach Wahl Udon-Nudeln in die Brühe geben.
Die Bedienung in einem Shabushabu-Restaurant steht dem Gast gerne hilfreich zur Seite, so daß Sie sich keine Sorgen zu machen brauchen. Haben Sie erst einmal angefangen, werden Sie nicht mehr aufhören wollen.
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